Ingenieurbüro für Ausschreibung, Baukostenplanung
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GF.:Dr. H. Lothar Schütgens
 
 
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Deckenkonstruktionen


  • Flachdecken

Wir würden für Ihr Projekt grundsätzlich zuerst versuchen, sogenannte Flachdecken für die Kalkulation heran zu ziehen. Diese Decken sind unterzuglose Decken, die zum Teil nur auf Stützen aufliegen, wenn nicht genügend oder keine tragenden Wände vorhanden sind, die bis zur Gründung durchgehen. Auf diese Decken können nicht tragende Wände nach belieben gestellt werden.

Entgegen der DIN 1055, der Bestimmung für die Lastannahmen, führen wir Gebäude seit Beginn des Büros mit frei auf den Decken stehende nichttragende schwere Wände aus. So vermeiden wir Mischmauerwerk, was oft zu Rissen führt und auch nicht kostengünstiger ist. Diese Wände berechnen wir entgegen der DIN 1055 nicht über den Trennwandzuschlag auf die Decken, was zu erheblich mehr Stahl führt, sondern als Linienlasten. Diese Berechnungsart ist auch wieder aufwendiger, aber bringt Baukosteneinsparungen. Wir setzen auch hier die Finite Element Methode ein, die diese Berechnungen problemlos ermöglicht.

Bei Geschäftshäusern haben diese Flachdecken den Vorteil, Geschoßhöhen und somit wieder Baukosten gegenüber Decken mit Unterzügen einzusparen. In extremen Situationen haben wir darüber stehende Wände als Tragende Betonscheiben ausgeführt und die Decken daran aufgehängt. Dies ist oft auch möglich, wenn sich Türöffnungen in den Wänden befinden. Das setzt allerdings voraus, dass man als Tragwerksplaner in der Lage ist Scheiben mit der  Finite Element Methode zu berechnen.

In anderen extremen Fällen haben wir, wenn Unterzüge unumgänglich waren, auf Stahlverbundträger zurück gegriffen. Sie lassen sich in der Höhe erheblich geringer herstellen als Stahlbetonunterzüge. Die Berechnung der Stahlverbundträger ist erheblich aufwendiger als Unterzüge und setzt sehr viel Erfahrung beim Tragwerksplaner voraus. Hier helfen aber in der Regel die Hersteller dieser Träger aus.  Manchmal werden diese Stahlverbundträger auch mit normalen einbetonierten Stahlträgern verwechselt, was für den Bauherren nur unnötig teuer wird.

  • Filigrandecken

Sehr oft werden Stahlbetondecken als sogenannte Filigran Decken hergestellt, weil sie den Deckenputz erübrigen und somit offensichtlich als kostengünstig erscheinen. Dies ist aber in der Regel dann nicht der Fall, wenn das Herstellerwerk zur schnelleren Herstellung die Platten unnötig hoch mit Stahlbewehrung versieht. Diese Kosten gehen in den Kosten für die Gesamt-Stahlbewehrung des Projektes unter und werden dann ohne Beanstandungen aus Unkenntnis bezahlt. Bedeuten aber wiederum Mehrkosten für den Bauherren.

  • Tiefgaragendecke

Kostenproblematisch erscheinen oft Gebäude, die auf einer Tiefgaragendecke stehen. Hier haben wir unseren Bauherren oft erhebliche Baukosten eingespart, wenn wir früh genug zur Entwurfsplanung hinzugezogen wurden oder selbst die Planung und Statik erstellt haben. Wir haben oft die Erfahrung gemacht, dass es günstiger ist, das Raster der Tiefgaragenstützen, die sich nun mal zwingend aus einer sinnvollen Tiefgaragenplanung ergeben, durch alle Etagen hindurch zu planen bis zur obersten Decke. Dann werden alle Decken als Flachdecken erstellt und tragen die Wände als nichttragende Wände. Dies ist bei fachkundiger Detailplanung ohne Mehrkosten möglich und erspart Unterzüge in der Tiefgarage von nicht unerheblicher Höhe. Was wiederum die Einsparung von Aushub und höheren Außenwänden mit sich bringt.

 
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