Ingenieurbüro für Baukostenplanung, AVA
Tragwerksplanung
GF.: Dr. H. Lothar Schütgens
 
 
GmbH  Saarbrücken 

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Tragwerksplanung und Rohbaukosten 


 

  • Optimieren von Tragwerken mit der Finite Element Methode (FEM)

Wir gehen davon aus, dass anspruchsvolle Gebäude auch mit der angemessenen Statik-Software erstellt werden. Seit ca. 20 Jahren haben wir für unsere Bauherren ständig neue Erfahrungen mit der Finite Element Methode FEM - Software. gemacht. Mit Hilfe der FEM Software ist eine exakte detailierte Berechnung möglich, wohingegen andere Rechenansätze und Verfahren oft sehr vereinfachend sind und somit höhere Baukosten erfordern. Optimierungsüberlegungen fallen mit der FEM leichter und kritische Stellen werden klar erkennbar. Diese Software, wenn sie leistungsstark ist, ist allerdings auch teuer in der Anschaffung.

Die Bewehrung kann durch die Berechnung mit der FEM optimiert werden, da Angaben zur Bewehrung in einem kleinen Raster über die Decke gelegt werden.  Oft zeigt sich dabei, dass der Einsatz von Filigrandecken unwirtschaftlich wird, da bedingt durch die Fertigung der Elemente, erheblich höhere Bewehrung in die Fertigteile gelegt wird, als statisch notwendig wäre. Diese Kosten werden in aller Regel nicht erkannt, weil sie als normal angesehen werden.

So haben wir viele Deckensysteme als Flachdecken berechnet und aus wirtschaftlichen Überlegungen eingeschalt. Gegenüber Trägerrostdecken mit Unterzügen kann die Bauhöhe eines Gebäudes reduziert werden. Zumal sehr oft durch die Unterzüge Leitungen verlegt werden müssen und diese Unterzüge dann noch höher werden. Dies erspart wiederum Baukosten.

Wenn schon Unterzüge gewählt werden müssen, kann die Wahl von Stahlverbundträgern manchmal sinnvoll sein. Allerdings nur, wenn diese wiederum von erfahrenen Statikern oder gleich vom Hersteller berechnet werden. Auch her haben wir an den Projekten der letzten Jahre einige Überraschungen erlebt.   

Mit entsprechend guter Software können aber auch statt Unterzüge, die oft darüber stehenden Mauerwerkswände als tragende Stahlbetonwandscheiben gerechnet werden.  Dies ist sogar auch möglich, wenn Türen in der Wand sind. Hier ist ebenfalls einfach langjährige Erfahrung und gute Zusammenarbeit mit dem Prüfstatiker notwendig.


Bürogebäude

Geschäftshaus
 
     
  • Elastische Gründungsplatten und WU-Beton Keller

Großes Einsparpotential liegt in der Gründung. Wir rechneten in der Regel elastisch gebettete Plattengründungen unter Berücksichtigung  der richtig gewählten Bettungsziffer bzw. Steifeziffer.   Wir haben schon vor über 20 Jahren festgestellt, dass die vom Geologen ermittelte und dann vom Statiker in der Regel  kritiklos übernommene Bettungsziffer zu völlig unwirtschaftlichen Gründungen führen kann. Hier sind fachkompetente Gespräche zwischen Statiker und Geologen unbedingt notwendig.

Häufig wird auch der zu erwartende maximale Wasserstand völlig falsch  gewählt, was zu einer teuren Gründung mit hohen Kosten für die  Auftrieb-Sicherheit führt.

 

Weiße Wannen, als WU-Beton Wannen bezeichnet, wasserdicht, können bei guter Erfahrung kostengünstig erstellt werden. Wir haben über 25 Jahre Erfahrung im Bau solcher WU-Betonkeller und auch Dachdecken unter erheblicher Minimierung der Bewehrung gegenüber den DIN Bestimmungen. Das bemerkenswerteste Projekt war eine Tiefgarage an der Elbe, die komplett im Grundwasser steht und nur mit einem von uns darunter konstruierten Lastgeschoss, gefüllt mit Kies, gegen Aufschwimmen gesichert werden konnte.

     
  • Alternative Baukonstruktionen

Wohnbebauungen auf Tiefgaragen stellen oft Kostenprobleme dar. Wenn frühzeitig schon beim Vorentwurf auch das statische Konzept erstellt wird, können Lösungen entstehen, die sogar am Ende noch öffentliche Mittel übrig behalten. So haben wir ein Projekt abgewickelt, wo vier Etagen auf einer Tiefgarage ohne Unter- und Überzüge stehen. Wir konnten den Architekten überzeugen, das Tiefgaragenstützenraster bis zur obersten Dachgeschoss-Decke fortzuführen. Es war für ihn kein Problem, die jeweilige Stütze in den Wohnungswänden zu integrieren.

 

Bei dem Wunsch eines Eigentümers, ein vorhandenes dreigeschossiges Bürogebäude aufstocken zu wollen, wurde ihm von seinem  Tragwerksplaner mitgeteilt, dass das nicht möglich sei. Wir haben uns daraufhin alle vorhandenen Unterlagen angesehen und errechnet, dass zwei weitere Geschosse nicht nur statisch sondern auch planungsrechtlich  möglich sind.

 

Es hatte sich gezeigt, dass aus unserer Erfahrung, Aufstockungen in Holz- bzw. Stahlrahmenbauweise zu realisieren, erheblich weniger Lasten gegenüber konventionellem Massivbau auf die unteren Bauteile anfallen. Zudem lassen sich komplette Wände im Werk vormontieren, sodass ein Geschoss in einem Tag auf die Dachfläche gestellt werden kann und es zu keinen Durchfeuchtungen im darunter liegenden Geschoss kommt.

Es macht daher also Sinn, eine vorhandene Planung mit dem Entwurf des Tragwerksplaners zu optimieren. Manchmal lassen sich dadurch erhebliche Rohbaukosten einsparen.