Baukostenplanung

Wie wir Baukostenplanung verstehen

Grundlage unserer Baukostenplanung ist die kombinierte Verwendung von Raumbuch- und Bauteilfestlegungen. Diese Definitionen sind in der Mehrzahl der Räume identisch. Sie kehren auch bei einer Vielzahl von Gebäuden in immer gleicher Weise wieder. Abhängig sind sie von der Raumgeometrie. Sie ergibt sich sehr schnell über die gewünschten Raumgrößen vom Bauherrn. Sie kann in einer Tabellenkalkulation oder in CAD erfasst sein. Zu beiden Möglichkeiten hat unsere Datenbanksoftware eine Schnittstelle. Die Räume bestehen aus Bauteilen wie Wände und Decken. Diese Bauteile wiederum aus Elementen wie z. B. Wände, Innenputz, Raufaser und Anstrich. Die Elemente befinden sich in einer Datenbank, verknüpft mit Ausschreibungstexten, Einheitspreisen, Bauphysikalischen Werten, Arbeitszeiten und Festlegungen zu Gewerken nach VOB. Exemplarisch hier zwei Bilder mit Bauteilen

Bauteile mit seinen einzelnen Unterbauteilen und Elementen
Beispiel einer Raumecke mit allen Bauteilen und Elementen
weiteres Beispiel Bauteil
Darstellung der Bauteile mit allen Elementen und deren Schlüsselnummern

Die Zusammenstellung der Elemente zu Bauteilen erfolgt ebenso in einer Datenbank. Sie beinhaltet auch Angaben zur Zugehörigkeit des Bauteils zur DIN 276. Jedes Projekt wird über eine Projektnummer erfasst. Zusätzlich sind Aufteilungen nach Ebenen und Gebäudeteilen möglich. So ist es dann möglich, Baukosten wahlweise nach DIN 276 oder Gewerken nach VOB, Geschossweise, Blockweise oder sogar Raumweise zu berechnen. Zur Vermeidung von Fehlern sind verschiedene Plausibilitätskontrollen einprogrammiert.

Zu einer sicheren Baukostenplanung gehört aber auch eine rechtssichere Ausschreibung mit ausgereiften Vertragsvorbemerkungen und einer guten Kenntnis der VOB Teil 1 und 2 und der zugehörigen Rechtsprechung. Darüber hinaus eine gute Kenntnis des örtlichen und überörtlichen Handwerkermarktes mit seinen Gepflogenheiten. Ferner gute Kenntnisse in den anderen Fachdisziplinen wie Tragwerksplanung, Geologie, Haustechnik und den weiteren externen Sachverständigen.

Dieses Wissen geben wir in diesem Praxisteil an Sie weiter. Sie erhalten Einblick in eine Vielzahl von größeren bis großen Projekten von bis zu ca. 100 Mill. € Bausumme. Wir haben ca. 100 solcher Projekte in Datenbanken erfasst, bzw. sind noch dabei. Da die Daten alle nach einer gleichen Struktur aufgebaut sind, können diese Kosten für andere neue Projekte verwendet werden.

Wir zeigen in dem Zusammenhang auf, wie fehlerhaft die Verwendung des in Deutschland überwiegend verwendeten Baupreisindexes ist. Wir verwenden mit einigen Kollegenbüros zusammen einen eigenen Index, der erheblich vom veröffentlichten Baupreisindex abweicht, in den meisten Fällen führt allein diese Tatsache schon zu geringeren Baukosten.

Energiebedarf

Die Frage, warum in das Kosten-Programm eine Vielzahl von Modulen integriert ist, die zu einem Energiebedarfsnachweis-Programm gehören sei hier vorweg erklärt. Nur über die U-Werte der Bauteile, die in die Baukosten fließen und über den ermittelten Gesamtenergiebedarf eines Gebäudes lässt sich kostenmäßig die notwendige Wärmeerzeugung kalkulieren und optimieren. Oft sind Heizungsanlagen viel zu groß dimensioniert und gebaut worden, ohne diese Kosten auf Wirtschaftlichkeit hin zu untersuchen.

Offene Datenstruktur

Die Baukostenplanungssoftware basiert auf dem Datenbank Programm Access (gehört zur Office Prof. Version von Microsoft). Dadurch ist die Datenstruktur für Sie offen. Sie können auf alle Datensatz-Tabellen zugreifen und bei genügend Kenntnisse in der Anwendung von Access eigene spezielle Anpassungen an Ihre Bedürfnisse entwickeln oder von uns entwickeln lassen. Zur Zeit existieren ca. 500 Tabellen, Abfragen, Berichte und Formulare. Die Entwicklung wird fortgesetzt. Durch die Verwendung von Access Tabellen ist eine maximale Flexibilität für zukünftige Weiterentwicklungen gegeben.