Elastisch gebettet

Elastisch gebettete Bodenplatte

Tragende Bodenplatten sind in der Regel viel kostengünstiger als Streifenfundamente mit einer zusätzlich dünneren Bodenplatte. Schon deswegen, weil Gründungen mit Fundamenten im Grundwasser nur sehr aufwendig herzustellen sind. Hier ist eine zwangsfreie Lagerung im Erdreich nicht möglich, was zu erheblich höheren Bewehrungen und somit Kosten führt. Wir haben für unsere Bauherren in aller Regel zwangsfreie Bodenplatten, so dünn wie noch möglich, geplant. Diese wurden mit der Finite Element Methode elastisch gebettet berechnet. Diese Berechnung ist zwar aufwendig, aber das waren wir der kostengünstigen Ausführung des Projektes schuldig. Elastisch gebettet bedeutet, dass ein Geologe Bodenkennwerte ermittelt mit denen der Statiker die Gründung berechnen kann. Diese Bodenkennwerte sollten allerdings mit großer Sorgfalt und nicht mit 200 % Sicherheit festgelegt sein, denn das würde wieder unnötig viel Stahl in der Bodenplatte bedeuten. Grundsätzlich empfehlen wir für jedes Gebäude, auch für ein Einfamilienhaus, einen Geologen einzuschalten. Wir können das nur mit allem Nachdruck betonen. Bei mehreren Projekten, wo der Bauherr zu Anfang nicht zu überzeugen war, wurde von uns zur Vermeidung sehr großer Bauschäden, als wir zur Baustelle hinzugezogen wurden, dann doch ein Geologe eingeschaltet, der die Bauherren vor erhebliche Schäden und somit Kosten bewahrt hat. Dies, obwohl mit den Projekten jeweils erfahrene Architekten beauftragt waren. Grundsätzlich kann kein auch noch so erfahrener Architekt oder Bauleiter durch meterdicke Bodenschichten sehen um festzustellen, das sich problematische Bodenschichten unter den offensichtlich tragfähigen sichtbaren Aushubflächen liegen. Zudem kann ein Geologe durch seine Bodenkennwerte in aller Regel günstigere Vorgaben für die Statik machen als der Statiker selbst, der ja nun mal auch kein Geologe ist.