WU-Beton

Wasserundurchlässiger Beton

Schon die Römer kannten Bauwerke aus einem Baustoff, der unserem heutigen Beton sehr nahe kommt. Wasserundurchlässiger Beton ist seit den 60er Jahren immer häufiger für Keller und Tiefgaragen im Grundwasser oder für Flachdachflächen eingesetzt worden. Wir planten und bauten seit den 80er Jahren regelmäßig WU-Beton Bauteile weil sie gegenüber einer schwarzen Abdichtung in der Regel erheblich günstiger sind. Wichtig ist dabei allerdings zu berücksichtigen, dass WU-Beton zwar wasserdicht aber nicht dampfdiffusionsdicht ist, weswegen wir einen Archivkeller eines Museum mit einer fünffachen schwarzen Abdichtung aus Dachbahnen ausgeführt haben. Für den Wohnungsbau, dass heißt für Kellerräume mit Anspruch eines Wohnraumes, gibt es günstigere Lösungen als eine aufwändige Außenabdichtung mit Dachbahnen, die zusätzlich sehr aufwendig, in der Regel mit einer Abmauerung gegen Zerstörung geschützt werden müssen. Betonbodenplatten aus wasserdichtem Beton sind erheblich einfach herzustellen als Abdichtungen mit Abdichtungsbahnen auf einem Estrich als Sauberkeitsschicht und anschließend wieder einem Estrich als Schutzestrich für die Betonarbeiten. Unsere hergestellten Bodenplatten wurden mit minimaler Bewehrung ausgeführt. Das Argument, WU-Beton würde eine aufwendige Stahlbewehrung benötigen, haben wir durch unsere ausgeführten Projekte wiederlegt. Es müssen allerdings die Regeln beherrscht werden. WU-Betonbauteile haben den großen Vorteil gegenüber schwarzen Abdichtungen, dass sie bei Undichtigkeiten, wenn sie doch auftreten sollten, sehr leicht mit Kunstharz Verpressungen nachgedichtet werden können. Zudem wird Beton über die Jahre gesehen immer dichter, er hat erst nach 10 Jahren seine Endfestigkeit erreicht. Kellerwände werden heute oft preiswert als Dreifachwände hergestellt. Sie bestehen aus zwei Außenschalen aus Filigranplatten und einem Innenkern aus Beton. Die Gesamtdicke ist wegen der notwendigen Öffnungen für einen Betonrüttler nicht unter 30 cm zu wählen. Bei fachgerechter Detailplanung sind am Anschlusspunkt zur Betonsohle außer einem Fugenband oder Fugenblech keine weiteren Maßnahmen notwendig. Oft zusätzlich ausgeführte Hohlkehlabdichtungen kosten nur zusätzliches Geld. Die größte von uns gebaute Bodenplatte einer Tiefgarage mit zusätzlichen vier Geschossen war 70 m lang und zum Teil 50 - 70 cm dick. Sie wurde in einem Guss hergestellt. Die Gründungsverhältnisse waren sehr problematisch. Für die heute sehr oft gewählten Flachdachbegrünungen haben sich als Dachkonstruktion und gleichzeitige Abdichtung WU-Beton Dächer bewehrt. Aufwendige Konstruktionen zum Schutz einer schwarzen Abdichtung aus Dachbahnen gegen Durchwuchs von Pflanzenwurzeln sind nicht notwendig. Aber auch hier sind natürlich die technischen Details zu beherrschen. Besonders durch LKW befahrbare Tiefgaragendecken sind auf diese weise erheblich kostengünstiger in der Herstellung. Aber auch hier sind schon in der Entwurfsphase vom Architekten wichtige Dinge zu beachten. Dächer mit sehr vielen ein- und ausspringenden Gebäudekanten lassen sich nur mit erheblich höherem Bewehrungsaufwand als WU-Beton Bauteil sicher herstellen. In einigen Fällen muss sogar davon abgeraten werden. Für die Ausführung von WU-Betonbauteilen sind entsprechende Details zu planen, hier helfen in der Regel Fachfirmen und besondere Vorbemerkungen für die Ausschreibung vorzusehen. zurück